Münchens erster CO2-freier Biergarten
Florian Schönhofer ist in München bereits bekannt für seine ungewöhnlichen Gastronomieprojekte. Bereits letztes Jahr war er Mitveranstalter des Biergartens „Die Null“, Münchens erster Biergarten, der ausschließlich alkoholfreies Bier ausschenkte. Dieses Jahr schafft Schönhofer die nächste Premiere mit seinem neuen Biergarten, dem „Kosmos unter Null“. Die Null im Namen steht hier nicht für den Alkoholgehalt, sondern für die besondere Lage des Projekts. Denn der Kosmos unter Null befindet sich in einer 20.000 Quadratmeter großen Baugrube in der Hiltenspergerstr. 82 in Schwabing, die 4 ½ Meter unter der Straße liegt.
Die Baugrube lag 6 Jahre lang brach, bis Florian Schönhofer ihr mit seiner besonderen Idee zur Zwischennutzung wieder Leben einhauchte. Nun ist aus der Baugrube ein blühender Treffpunkt für die Nachbarschaft geworden, der neben dem Biergarten auch Platz für 130 Hochbeete und einen eigenen Hühnerstall mit geretteten Tieren bietet. Sowohl die Beete als auch die Tiere werden von Paten aus Umgebung gepflegt. Dabei ist der Kosmos unter Null für alle da, auch für Gäste mit kleinem Geldbeutel. Hier findet man noch faire Preise im Zentrum Münchens und auch das Mitbringen eigener Speisen ist erlaubt.

Besonders am Herzen lag Florian Schönhofer aber auch das Thema Nachhaltigkeit. Für den Betrieb des Biergartens wurden 38 Solarpaneele angeschafft, welche eine völlig autonome Stromversorgung des Biergartens ermöglichen. Die Umsetzung dieses besonderen Vorhabens vertraute Schönhofer uns an, dem Team von R-IoT Electrix.
Diese Aufgabe bot unseren beiden Gesellschaftern Florian Rieder und Clemens Poebing eine spannende Herausforderung. Gleich zu Anfang stellte Florian Schönhofer klar, dass es für den Biergarten weder einen festen Stromanschluss noch einen Generator geben sollte. Einen einfachen Plan B für den Fall, dass die Versorgung durch Solarstrom einmal nicht ausreicht, gab es also nicht.
„Zuerst dachten wir noch, die kühleren Tage würden unser größtes Problem werden. Doch dann stellte sich schnell heraus, dass die eigentliche Herausforderung in den wirklich heißen Tagen lag. Denn obwohl an diesen mehr Energie erzeugt wird, muss man auch bedenken, dass die Kühlung an heißen Tagen viel mehr Energie verbraucht“, erzählt Florian Rieder (Geschäftsführer von R-IoT Electrix).
„Anfangs dachten wir auch noch, dass 2000 Watt für die Versorgung des Biergartens reichen würden. Mit den wachsenden Anforderungen stellte sich dann aber schnell heraus, dass wir deutlich mehr Leistung benötigen würden. Die PV-Anlage musste so dimensioniert werden, dass sie auch an schlechten Tagen die nötige Leistung erbringt. Dabei durfte sie allerdings auch nicht zu groß werden, denn der Platz war von Anfang an eher begrenzt.“, erklärt Clemens Poebing (Betriebsleiter von R-IoT Electrix).
Mit der Planung von 38 Solarplatten lag man dann ziemlich gut. Bei der Aufstellung dieser Platten war allerdings etwas Kreativität gefragt.
„Zuerst haben wir versucht die Platten am Hang der Baugrube zu platzieren, um möglichst nah beim Wechselrichter zu bleiben. Denn durch einen möglichst kurzen Leitungsweg verhindert man Energieverluste.“, fährt Poebing fort.“ Am Ende verloren wir aber mehr Energie durch die Beschattung der umliegenden Bäume, als wir durch die kurzen Leitungswege einsparen konnten. Also mussten wir nochmal umdenken. Ein einzelnes großes Dach oder eine geeignete Freifläche gab es nicht. Außerdem muss die Sonne von der richtigen Seite kommen. Jetzt liegen die Platten über den ganzen Biergarten verteilt, auf den Dächern des Getränkeausschanks und des Gäste-Pavillons. Aber auch auf und neben dem Bierwagen konnten wir einige Paneele Richtung Süden aufstellen“.
Neben den Solarplatten gibt es einen Speicher mit ca. 20 KWh, der die Versorgung des Biergartens auch abends oder an bewölkten Tagen sicherstellt. Denn der Betrieb des Kosmos unter Null verbraucht einiges an Energie. Mittlerweile werden hier zahlreiche Tische bewirtet. Um diese zu versorgen, braucht es eine entsprechende Beleuchtung, Spülmaschinen, Getränke- sowie Fasskühlungen, eine Eis-Truhe und eine Kaffeemaschine.
Und was, wenn der Strom doch mal nicht reicht?
„Auch das ist schon passiert.“, sagt Clemens Poebing. „Wenn der Strom aus dem Speicher verbraucht ist, ist einfach Schluss. Die Tage, an denen es sehr warm, aber bewölkt ist sind die schwierigsten. In der Anfangszeit gab es auch mal einen Tag, da musste der Biergarten komplett schließen. Danach haben wir das System aber nochmal umgebaut und optimiert. Seitdem läuft alles einwandfrei. Bei dem ganzen Projekt muss man auch bedenken, dass die Planung nicht darauf ausgelegt ist, 20 Jahre zu bleiben. Der Biergarten war von Anfang als Zwischennutzung gedacht und dafür haben wir das System auch ausgelegt.“

„Unser aktuelles Projekt mit R-IoT Electrix ist technisch eine große Herausforderung. Dank der Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Elektriker haben wir gemeinsam die technischen Anforderungen gemeistert. Im Lastenheft haben wir ein teilweise stark beschattetes großes Gelände ohne Anschluss an das lokale Stromnetz. An diesem Ort betreiben wir einen Biergarten mit sechs Kühleinrichtungen, einer Spülmaschine und einer Espressomaschine. Alle diese Geräte müssen Tag und Nacht und bei jeder Witterung zuverlässig laufen. Die Mitarbeiter von R-IoT Electrix waren jederzeit für uns erreichbar und unser Betrieb ist ohne jede Einschränkung möglich. Entsprechend sind wir natürlich sehr zufrieden und können R-IoT absolut empfehlen“, so Florian Schönhofer.
Auch das Team von R-IoT Electrix hatte große Freude bei der Umsetzung dieses spannenden Vorhabens und bedankt sich nochmals sehr für das entgegengebrachte Vertrauen! Wir sind begeistert von Florian Schönhofers 100% solarbetriebenen Biergarten. Und nicht nur der Betrieb des Biergartens erfolgt CO2-frei, sogar das Bier, das im Kosmos unter Null ausgeschüttet wird, wurde CO2-frei produziert.
Darauf stoßen wir an und verlosen deshalb 2 x 25 CO2-freie 0,5L Biere im Kosmos unter Null.
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Viel Glück wünscht R-IoT Electrix!
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